Gemeinschaftsbildung

Synapse 21

8. August 2008

Gemeinschaftsbildung als kreativer offener Raum in einer lebendigen Mitte ist für mich die tragende Vision für das 21 Jahrhundert. Im Westen ist die Chance ein höchst indiviualistisches Wesen – ein Original – zu werden gegeben. Ohne Erfahrung einer “origin” – einer ursprünglichen Quelle – die in der Spiritulalität auftauchen kann und ohne Einbindung in eine werteschaffende Gemeinschaft vermissen wir den Sinn unseres Daseins.

Unser Ringen um Autonomie und Verlangen nach Zugehörigkeit bestimmen das Entfalten unseres Potentials. Der eigenen Bestimmung gemäß leben, authentisch d.h. in Übereinstimmung mit den gebildeten Werten, bietet Handlungsspielraum. Angesichts der globalen Herausforderungen engagiere ich mich dafür einen Ort in Verbindung mit Anderen zu schaffen, die Zukunft gestalten wollen.

Mein Beitrag dafür sind die Achtsamen, eine Matrix, in der Integrales (von Herzen Dank an Ken Wilber), das Medizinrad, das Mandala (innigste Dankbarkeit an Lama Tsültrim Allione) Gestalt gewinnen aus der Keimzelle meiner Visionssuche 2002.

Essenz und Ekstase – Tantra als Weg heißt für mich die Bedingtheiten des Lebens zu tranzedieren und in Weisheit zu bewahren. Im Wissen um das Geschenk des kostbaren Menschenkörpers als Instrument zur Erleuchtung und dem Zauber der dem “Frau und Mann Sein” innewohnt, liegt mir daran Heilsames und Heiliges im Umgang miteinander zu leben.

Tanz als sichtbares Gebet, als dynamisches, strömendes, energetisches Feldgewahrsein, als Ausdruck von Schöpfungsenergie, ist von Anbeginn an ein Zugang zu Tiefe und Wahrhaftigkeit im Augenblick. Brücke von der Innenwelt über die Gebärde in den Ausdruck und zugleich Angebot und Einladung. Grenzen entstehen aus aufeinanderprallender Kraft und lösen sich im formlosen Raum auf.

Sophia und Prajnaparamita – die weibliche Weisheit zu vermitteln und spirituelle Wurzeln zu schaffen sind Bedingungen um radikal und als Freifrau handeln und gestalten zu können. Es besteht die Notwendigkeit die Geschichte der Frauen ins Bewusstsein zu heben und die damit verbundenen Traumen und Verzerrungen sichtbar zu machen. Ein Ort für Frauenkraft in der altes Wissen gefeiert wird und an dem die männliche Präsenz und Kraft zutiefst willkommen ist, um neue Weisheiten gemeinsam ins Leben zu rufen.

Eine eigene Sprache zu finden, in Übereinstimmung zu kommen mit dem was wir auslösen durch unser So-Sein, vermittelt das Gefühl, der eigenen Bestimmung gemäß zu leben. Wir brauchen einander um uns zu bezeugen, zu bebrüten, zu gebären und zu bestatten. Nacktsein, sichtbar und verletztlich in dem das wir Gestalt werden können nur auf dem Hintergrund des Gesehen, gespiegelt werdens, ist ein Risiko.

Sprache als Medium, als Werkzeug, als Schwingungsraum bedarf der Pflege. Der Dialog, Sinnfluss, ist anfällig für Störungen. Seit der linguistischen Wende, der Fähigkeit, Sprache selbst zu untersuchen, sind Ebenen der Metakommunikation entstanden, die unser Miteinander zu Lernzszenarien machen können.

Eine Gemeinschaft, die sich dem verpflichtet wahrhaftig miteinander zu sein erlaubt freifließende Emotionalität als energetischer Treibstoff und bewahrt einen Raum der Menschlichkeit , indem wir uns verantwortlich vergegenwärtigen können. Eine/r für alle, alle für eine/n heißt das seelische, transpersonale zu inkarnieren und über die eigenen Grenzen hinaus wandlungsfähig zu bleiben.

synapse 21 comunion care

9. Februar 2008

Angesichts des weltweiten Klimawandels, der Herausforderungen die der athmosphärische Wandel mit sich bringt im Zwischenmenschlichen Feld, im Kulturschaffen ist in mir ein tiefes Begehren einen lebendigen Ort zu begründen indem 21 Menschen zusammen leben, lieben, schaffen, wandeln und sterben können. 13 Frauen, 7Männer und eine gemeinsam zu gestaltende Vision.

In den letzten 4 Jahren ist in meinem Herzen eine Matrix aufgetaucht und herangereift die den Namen die Achtsamen trägt. Darin verwoben ist die integrale Matrix, baierend auf dem Werk Ken Wilbers, die Arbeit mit dem Medizinrad, meine vielfältigen Erfahrungen im Heilen und schöpferischen Gestalten sowie mein spiritueller Werdegang. Der Daimon in mir fordert mich immer neu heraus Grenzen in Frage zu stellen und Erinnrungen zu bergen und neu aufzuschlüsseln so das die Dämonen zu Verbündeten werden.

Neben den Isams – den integralen Salons in München die im Zusammenhang mit dem Integralen Forum entstanden sind – hat sich das Projekt Insistere entfaltet mit dem Anliegen den weiblichen Transformationsweg zu begleiten. Aus meiner Arbeit als Physiotherapeutin und Heilpraktikerin ist das Projekt I co – Schwäbisch Ich kann entstanden das ebenfalls auf dem Modell der Acht Samen beruht.

Die Vision für Synapse 21 ist ein Keimzelle zu werden für ein Netzwerk für Gemeinschaften, die sich dem Phänomen kollektiver Weisheit verbunden fühlen und dafür engagiert sind neue Sinne im miteinander zu entfalten,die den nexus – die Art des Verbundenheit eines Wirs – erfahrbar machen.